43. Sieben Jahrzehnte, sieben Risikoklassen
Shownotes
„Wie viel Risiko ist für mich richtig?“
Eine Frage, die in der Altersvorsorge schnell gestellt wird.
Aber vielleicht fehlt dabei manchmal ein wichtiger Faktor:
die Zeit.
Gemeinsam mit einem Kunden ist daraus eine haptische Verkaufshilfe entstanden, die genau diesen Zusammenhang sichtbar macht.
Praxisgedanke: Manchmal muss man einen Zusammenhang nicht besser erklären. Man muss ihn anders zeigen.
Fazit: Was man vor sich sieht, lässt sich oft leichter einordnen.
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00:00:00: Sieben Jahrzehnte, sieben Risikoklassen.
00:00:04: Risiko ist nicht nur eine Frage des Kunden, Risiko auch eine Frage der Zeit!
00:00:09: Ich habe mit einem Kunden eine sehr ungewöhnliche Verkaufshilfe entwickelt die aber so spannend und so cool ist dass ich die ihnen auf jeden Fall auch mal vorstellen möchte und zwar den Abacus also einen Rechen schieber.
00:00:25: Die Idee entstand daher, dass wir im Kunden gesagt hatten ja all das Vorsorge wichtig Beträge auch geklärt.
00:00:33: Jetzt geht es nur darum was will denn der Kunde?
00:00:35: also wie viel Risiko ist er bereit einzugehen von allen Möglichkeiten die er hat?
00:00:42: Wie entscheidet er sich?
00:00:44: Was soll am Ende rauskommen?
00:00:46: Sieben wegen den Risikoklassen bei Anlagemöglichkeiten.
00:00:51: Und dann war eben die Überlegung, okay wie erkläre ich denn dem Kunden erst mal dass es sieben Risikkoklassen gibt und was das ganze denn bedeutet?
00:01:00: Weil die einzelnen Definitionen vorzulesen ist ja nicht wirklich sinnvoll versteht der Kunde überhaupt nicht.
00:01:06: Und somit ging's eben darum, dass sich dem Kunden darstellt auch mit den entsprechenden Farben von Rot für Gefahr hohes Risiko bis hin zu blau und grünen Töne für entspannt wenig Risiko, dass der Kunde versteht okay es gibt überhaupt verschiedene riskante Anlagen.
00:01:24: Und je nachdem wie risikant die Anlage ist desto chancenreicher ist.
00:01:31: Zittern natürlich auch.
00:01:33: das war die Grundtendenz dass der kunde das versteht je mehr Chancest du willst desto mehr Risiko und Schwankung musst du natürlich auch bereit sein einzugeben Und dadurch bedingt das Ganze natürlich auch wieder des Invest in die Altersvorsorge.
00:01:49: Weil wenn ich in einen Vertrag investiere, wo ich voraussichtlich wegen der Rendite tausend Euro rausbekomme dann ist es natürlich was anderes als wenn ich ihnen einen sehr, sehr sanften Vertrag reinveste und bekomme weil das einfach eine feste Verzinsung dahinter ist nur drei oder vierhundert Euro raus.
00:02:07: Dann muss ich natürlich je nachdem was ich wähle entsprechende Risiken eingehen und auch entsprechend mehr Geld ansparen, wenn es eben nur weniger rauskommt.
00:02:20: Und um diesen Zusammenhang begreifbar zu machen, hatten wir diesen Abakus gebaut.
00:02:25: Der Abrakus hatte also sieben Stangen und auf den sieben stangen waren jeweils in den entsprechenden Farben ab von rot über orange, gelb bis hin zu blau und grün jeweils zehn Kugeln aufgebracht den Risikoklassen zugeordnet.
00:02:43: Auf der einen Seite stand Möglichkeit, auf der anderen Stand Entscheidung damit der Kunde eben selbst aus den zahlreichen Möglichkeiten die er hat eine Entscheidung treffen kann und deswegen auch zehn für jeweils zehn Prozent der Anlage Summe des Kunden.
00:03:01: so konnte er selbst verteilen von dem Geld was er ansparen will das wir im hauptischen Haushaltsplan gemeinsam entwickelt haben, zum Beispiel dreihundert Euro.
00:03:12: Von diesen dreihundert Euro wie viel Geld davon möchte er denn grundsätzlich risikoreicher anlegen?
00:03:19: Zum Beispiel die Hälfte.
00:03:21: dann konnte er halt auf der Risikoreicheren Schiene, Risikoklasse fünf oder sechs einfach mal sinngemäß fünf Kugeln auf die Seite.
00:03:34: Entscheidung schieben von der Seite Möglichkeiten.
00:03:37: Also er sagt, von den Möglichkeiten die ich habe, fünfzig Prozent von meinem Geld soll in was Risiko reicheres Chancenreicheres fließen und die anderen fünfzig prozent die anderen hundertfünfzig Euro in dem Fall.
00:03:49: da möchte ich lieber etwas sanfters.
00:03:51: also zum Beispiel Risikoklasse zwei oder so.
00:03:54: Und dann haben wir daraus die passende Lösung des Kunden gebaut.
00:03:58: entweder gab es eben ein entsprechendes Produkt oder wird eben zwei Varianten genommen also vorgebundene Rentenversicherung, wo der Kunde mehr erzielen kann aber der Versicherer überträgt das Risiko des Anlagerfolgs komplett auf den Kunden.
00:04:12: Oder ich habe ein Produkt mit einer garantierten Verzinsung und eine garantierte Lebenslangrente.
00:04:18: dadurch kommt wahrscheinlich am Ende des Tages weniger raus.
00:04:22: Das haben wir gemeinsam mit dem Kunden gebaut und entwickelt.
00:04:27: Holz, Metallstangen, Holzkugeln war alles wunderbar!
00:04:32: Dann hat sich allerdings noch die Frage gestellt was passt denn jetzt tatsächlich besser für den Kunden?
00:04:40: Also welche Risikoklasse soll er denn nehmen?
00:04:43: und kann der Kunde mit dem Thema Risikoklasse überhaupt etwas anfangen?
00:04:47: Und was ist denn die Orientierung?
00:04:50: Welche Chance welches Risiko sollte ich denn eingehen?
00:04:54: Und dann haben wir die Beschriftung mit diesen Risikoglassen tatsächlich nochmal umgedreht und haben auf der anderen Seite die Beschrifftung mit Lebensjahrzehnten gemacht.
00:05:07: Also, die Idee war, die Restlebensjahr zehnte bis zur Rente bedingen wie viel Risiko kann ich eingehen?
00:05:19: Also habe ich eben gerundet, weil ich mit siebzig in Ruhe stand kann oder knapp siebzig.
00:05:24: Sieben Rest lebens Jahrzehnte bis zur Rente also als Kind.
00:05:29: dann kann ich natürlich sehr riskante Anlagen wählen.
00:05:33: Weil über den Zeitverlauf von siebzech Jahren wie ist jetzt keine Anlage von bekannt?
00:05:38: Gibt er diese Rendite-Dreieck und Aktien?
00:05:42: Über einen Zeitraum von siebszig Jahren sollte es im Allfall immer gut gehen selbst wenn ich sehr riskant bin Anlagen habe.
00:05:50: Natürlich ist nicht jede Anlage für den Kunden geeignet, muss ich auch darüber sprechen.
00:05:53: aber das war so der Kerngedanke dahinter dass der Kunde den Zusammenhang zwischen Rest-Anlagendauer also Anlagehorizont und Risiko versteht.
00:06:04: Und wenn ich zum Beispiel nur noch ein Lebensjahrzehnt bis zur Rente hab oder weniger als Einlebensjahr zehn bis zu Rente zb drei oder fünf Jahre Dann sind natürlich die Gelder, die ich bis dahin angespart habe.
00:06:17: Wenn ich dann nicht erst beginne natürlich.
00:06:20: Idealerweise vom Risiko in der Risikoklasse eins und so aufgehoben, dass das Ganze sehr sicher liegt.
00:06:28: Habe ich jetzt zum Beispiel noch zwanzig dreißig oder vierzig Jahre bis zur Rente oder bis zum Renteneintrittsalterzeit?
00:06:35: Dann kann ich natürlich auch von der Risikkoklasse eine andere Risikokslasse wählen weil ja der Faktor Zeit immer noch mit rein spielt.
00:06:44: Und so hat dann mein Kunde mit Kunden herausbekommen, was ist er denn bereit zu sparen?
00:06:49: Was kann er sparen und was will er später erreichen.
00:06:52: Wie viel Zeit hat er noch und welches Risiko ist ja auch tatsächlich bereit einzugehen?
00:06:58: Das war eine sehr spannende Entwicklung.
00:07:02: Die einfache Logik dahinter, ich kann das natürlich nicht direkt als Anlage Empfehlung verkaufen.
00:07:07: Ich muss es auch dokumentieren!
00:07:09: Das ist völlig richtig.
00:07:10: aber ich habe eben ein Gesprächsbild.
00:07:13: Wie viel Zeit habe ich bis zur Rente?
00:07:15: Kann ich Schwankungen ausholen oder kann ich sie eher nicht aushalten?
00:07:19: Wenn ich weniger Zeit habe, dann bekommt Schwankung natürlich eine andere Bedeutung.
00:07:23: Habe ich viel Zeit?
00:07:24: Haben natürlicher rendite Chancen eine andere Be- deutung!
00:07:27: Kurz vor dem Ziel ist mir das Thema kapitaler Hallstabilität wichtiger.
00:07:31: Das ist für mich der Unterschied zwischen einer Zahl die ich nenne und einem Zusammenhang Im Altersvorsorge-Depot.
00:07:38: wenn ich das sag' ich hab das ganze ohne Garantie mit keiner garantierten Mindestleistung, Standarddepot, Standard-Einstellungen.
00:07:46: Ich kann noch Umschichten vor der Auszahlungsphase wie auch immer.
00:07:50: Dann ist das natürlich was anderes als wenn ich ein Garantieprodukt habe wo ich achtzig oder hundert Prozent Garantien zu Beginn der Auszahlungsphase je nach Produkt.
00:07:58: also diese Unterscheidung ist natürlich auch Bestandteil der Reform und ich will auch nicht sagen dass Garanti immer besser ist genauso wenig dass keine Garanties besser ist.
00:08:12: Die Frage ist einfach nur, was passt zu dem Menschen?
00:08:15: Zu seinem Sicherheitsbedürfnis und zu seiner Zeit die er noch hat.
00:08:20: Und wenn ich das dann mit dem Kunden vernünftig entwickelt habe und gebe ihm dann so eine haptische Verkaufshilfe für die individuelle für ihn es in die Hand der Kunde kann verschieben, er kann die Risikoverteilung ändern, dann ist das Gespräch nicht mehr abstrakt sondern dann ist es tatsächlich sehr greifbar.
00:08:37: Je näher ich dann am Ziel bin, desto wichtiger wird auch die Frage für den Kunden was darf denn unterwegs noch passieren?
00:08:43: und diesen Zusammenhang kann ich eben mit so einem Rechenschieber ganz ganz wunderbar machen.
00:08:49: Und jetzt noch ein anderes Thema.
00:08:52: Wenn ich mir dem Kunden eine Lösung finde, die auch ideal zu ihm passt Dann kann es natürlich auch passieren dass der Kunde sagt das ist mir zu teuer.
00:09:02: Da habe ich noch eine super interessante Geschichte gehört, wo es dem Kunden zu teuer war dass er dreißigtausend Euro mehr bekommt.
00:09:11: Und wie das Ganze sich verhält.
00:09:14: wer ein Kunde sich beschweren kann wenn der Dreißig tausend euro mehr aufs Konto bekommt?
00:09:19: Das schauen wir uns in den nächsten Folgern.
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